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24. Juni 09

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Jens Voshage

Nun, zur Fahrt zur Mitgliederversammlung hätte mich das "Wormser-Papier" auch nicht veranlasst. Aber es gäbe ja auch andere Möglichkeiten des kollegialen Austausches dazu. Natürlich kaum, wenn die Zeit dafür so knapp ist (Wollte der Vorstand vielleicht keine Diskussion?).

Ich fand einige interessante Aussagen in dem Papier - zwischen den vielen Belanglosigkeiten. So teile ich die Analyse der DPRG, dass die Pressearbeit im vielstimmigen Klang der (Unternehmens-)Kommunikation noch weiter an Bedeutung verlieren wird. Schön, dass die DPRG diesen nicht mehr aufzuhaltenden und teilweise dramatischen Trend mutig benennt. Denn hier ist bei vielen Kommunikationsverantwortlichen in Unternehmen und Institutionen noch nicht die Notwendigkeit zum Umsteuern erkannt worden. Die DPRG setzt also Zeichen für die Zukunft!

Erstaunt hat mich, dass die DPRG mehr Gestaltungs-Verantwortung auf die Schultern der Landesgruppen(-Vorstände) laden will. Denn damit einhergehen muss auch, den Landesgruppen die erforderliche Handlungsfreiheit zu geben. Die Bereitschaft dazu habe ich bisher nicht erlebt. Sei es vor langer, langer Zeit bei der Organisation des 40. deutschen PR-Tags noch aktuell im Rahmen der Mitarbeit in einem Arbeitskreis. Und auch die Informationspolitik unseres Verbandes gegenüber den Mitgliedern lässt es nicht erwarten, dass der Bundesvorstand hier umsteuert.

Soll ich noch etwas zum Thema des PR-Tags 2010 schreiben? Eigentlich nicht nötig, aber der Vollständigkeit mache ich es doch. Wie man auf die Idee kommen kann, für einen (wegweisenden?) Kongress im März 2010 ein Thema zu wählen, das im März 2009 vielleicht aktuell gewesen wäre, ist mir schleierhaft. Aber es zeigt vielleicht den Zustand UNSERES Berufsverbandes, der DPRG.

Ich wünsche den Mitgliedern viel Spaß beim diskutieren des Wormser-Papiers. Hoffentlich kommt dabei mehr heraus, als noch mehr wohlwollende Worte.

Jens Voshage

P.S.1: Auch wenn ich nicht viel Gutes am Wormser Papier gelassen habe - es zu lesen lohnt sich!

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