Nicht dass ich was dagegen hätte, dass Guido Westerwave sich selber demontiert. Aber was hat der eigentlich geraucht, dass er derartig konsequent austickt? Der Vergleich mit den Römern hinkt übrigens, denn die Dekadenten waren die Reichen, die solange frassen, bis sie sich mit einer Feder im Hals kitzeln ließen… damit sie anschließend weiter fressen konnten. Und Heiner der Geißler hat Recht damit, dass er Guido einen Esel nennt. Kaiser Caligula machte nämlich Mal einen (echten) Esel zum Senator. Iah!
Oder wie Ozzy Osborne sagen würde:“Er steht mir zwar noch, aber das Feuerwerk bleibt aus.“
Es ist die Woche der Weihnachtsfeiern. Heute Abend startet meine Gattin mit der Weihnachtsfeier des Horchzentrums im Pelikan-Sheraton. Dazu wurde gestern in einer aufwendigen Prozedur der Fettfleck der letzten Weihnachtsfeier aus dem roten Samtkleid entfernt. Am Ende der Woche folgt dann die Weihnachtsfeier von Eins A, diesmal von nicht-unserer Frau Bischoff organisiert.
Ich habe einige Erinnerungen und einige Erinnerungslücken an vergangene Weihnachtsfeiern. Bei der LAV wurde auf der Weihnachtsfeier einer der Ärzte beim Sex auf dem Untersuchungstisch mit der Hauptabteilungsleiterin Rentenabrechnung erwischt. Außerdem fummelte die Betriebsrätin am Praktikanten rum, das war vielleicht peinlich. Bei der Tui stieg nach der Weihnachtsfeier immer die Heiratsrate signifikant. Erstaunlich ist auch, wie lange sich das Wichteln stil- und sinnloser Geschenke hält, das aufdringliche und kurzlebige Duzen mit dem Chef oder das obligatorische Vollkotzen des Taxis bei der Heimfahrt. Allerdings gibt es eine grandiose Peinlichkeit, die mir dereinst bei Heim & Hütte passiert ist, wenn ich mich nur daran erinnern könnte. Ich weiß nur, dass sie immer „wir haben doch keine Schangse", sagte. Was ich so niedlich fand, weil alle anderen immer von „Schoongs“ sprachen. Aber leider habe ich nur Erinnerungen an den Kater danach. Keine Schangse.
Die Schweizer haben per Volksabstimmung gegen den Bau von Minaretten gestimmt >insfäustchenlach<. Und die versammelten deutschen Gutmenschen prügeln auf die älteste Demokratie ein, die taz voran. Tja, ist schon ein Kreuz mit der Stimme des Volkes. Es soll zwar abstimmen, aber wenn dann doch bitte richtig. Und weil man dem misstraut gibt es in Deutschland auch kein Plebiszit.
Wenn unsere PR-Assistentin ihr Telefon auf mich umstellt und ich sie aus Versehen in ihrer Abwesenheit anrufe, dann, O Wunder! Klingelt mein Mobilteil, das ich außer einem Schreibtischtelefon in meinem Büro auch noch habe. Heute war ich zu erschrocken um abzunehmen. Das nächste Mal tue ich es, denn ich will wissen, ob ich dann mit mir selbst telefonieren kann, links den Hörer mit Schnur, rechts das Mobilteil. Die nächste, viel schwierigere Frage stellt sich aber dann: Verstehe ich mich überhaupt???
Berlusconi soll schon wieder ein neues Verhältnis mit einer 18jährigen haben. Alle Welt regt sich auf. Mich wundert und begeistert eigentlich etwas anderes. Münte hat eine 29jährige, der Rolling Stone eine 18jährige Russin und und und. Ist es nicht - rein technisch gesehen natürlich nur – fantastisch wie gut Viagra funktioniert?
Derzeit zwitschern es alle Vögel von den Dächern: Irgendwie muss man/frau auch bei Twitter sein. Wir ja auch, wir testen das beruflich und privat bei twitter, bleeper und frazr.com, das sind die deutschen Ableger. Das tut nicht weh, man erfährt, dass jemand zum Essen geht, wie die Pizza schmeckt und das Wetter in Castrop-Rauxel ist. Aber nützen tut es eigentlich auch nichts. Vielleicht wäre es besser, wenn ich jemandem followen würde. Aber wem? – "Hast Du eigentlich einen Facebook-Account" kommen jetzt die Fragen (auf Englisch und Französisch natürlich). Nein, denn wir wollen nicht international ins Geschäft kommen. Oje, ist das denn auch wirklich die richtige Haltung?
Klar, bei Xing sind wir, privat, beruflich und als Community. Zwei Blogs betreibe ich auch noch. Gottseidank wird da nicht mehr so viel gepostet, weil die jetzt ja alle bei Twitter sind.
Habe ich was vergessen?
Achja: Brauchen wir auch noch Accounts in "meinvz", nachdem wir die StudiVZ-Phase schon längst hinter uns haben oder sollen wir die Studi-Fraktion lieber in sich selbst belassen und gleich zu Wer-kennt-wen? Zum Recherchieren und zwanglosen Abfragen von Meinungen zu bestimmten Themen kann das bei Journalisten vermutlich auch nicht schaden. Achja, sämtliche Feedreader habe ich wieder abgestellt, die sind eine Katastrophe für die Lebensqualität.
Manchmal wennn ich abends den Laptop zu und das Buch aufklappe frage ich mich: Sind das nicht alles nur Zeitfresser? Halt, da kommt eine E-Mail aufs Handy…
Alle reden von der Bad Bank, aber keiner traut sich ran. Wir von Eins A gründen jetzt eine Bad Ideas Agency. Das ist dann unsere Partneragentur, da kommen alle gescheiterten Projekte, Fehldrucke, verhasste Kunden und unliebsamen Mitarbeiter rein, außerdem das Altpapier, die leeren Getränkekisten und die PC-Verpackungen. Zwar haben wir das alles im Moment noch nicht (außer den PC- und Getränkekisten), aber wir sind eben nicht so blöd wie die Banken und die Politiker und lassen uns von irgendeiner Krise reinreißen, sondern sorgen vor.
Bad Bahn
Schießer und Märklin sind pleite. Sowas treibt einem doch die Tränen in die Augen. Ich habe da so eine Idee: Könnte die Deutsche Bahn nicht Märklin übernehmen und so eine Art Bad Bahn damit gründen? Unrentable Strecken könnte man im Miniformat viel günstiger betreiben. Unliebsame Mitarbeiter könnte man zur H0-Strecke in den Keller schicken und bei der nächsten Verspätung kleine Loks verschenken.
Abseilen und dann poltern, so sind sie die CSUler. Aber Glos hat durchaus poetische Fähigkeiten: „Stattdessen hängt sie (Merkel) an den Lippen von Steinbrück, der sich jeden Satz aufschreiben muss.“ Und zu seinem Ministerium: „Wer da in der ersten Reihe steht, der kann abends nicht zum Offiziersball, sondern landet im Lazarett.“ –Wir erinnern uns, Glos war der Createur der „Ökostalinisten“.
Mein Tipp an die CDU: Eine Bad CDU gründen und die CSU da rein.
Das neue Jahr beginnt mit einer kleinen Extraportion Zeit: Die Silvesternacht wird um eine Schaltsekunde verlängert. Eine Stunde nach dem Jahreswechsel werden alle Funkuhren um eine Sekunde innehalten. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig wird dann eine Schaltsekunde in die offizielle Zeit einbauen. Der Internationale Erd-Rotations-Service (IERS) in Paris hat die Zugabe verordnet, da die Erde nach drei Jahren wieder etwas zu sehr aus dem Takt gekommen ist und die exakt gehenden Atomuhren nun eine Sekunde vorgehen. Für die gesetzliche Zeit in Deutschland ist die PTB zuständig. - Ich finde das ist eine unglaubliche Zumutung. Da müssen wir dann alle leicht angetüddelt alle unsere Uhren um eine Sekunde vorstellen, alleine bei uns ist das eine echte Tortur: Armbanduhr, 2xWecker, Wanduhr in vier Räumen, Backofenuhr, Fernseher, Videorekorder, Computer 2x, Heizung (das ist echter Scheiß) und dann kann ich nach draußen rennen und die Uhr im Auto stellen, bibber. Fängt gut an das neue Jahr.
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Ich war mal wieder zu einer Prüfungsabnahme in Berlin: Morgens gegen sechs Uhr im überfüllten Pendler-ICE hin, abends zurück. Eigentlich wollte ich in die erste Klase upgraden, was aber mangels Platz nicht möglich war. So landete ich im Großraumabteil an einem Dreiertisch. Den Vierertisch nebenan hatten zwei Problembürger inne, Kölner Punks mit knallroten Haaren, niemand traute sich, dazuzusetzen. Wie wir alle bald erfuhren hießen die beiden „Flachzange“ und „Brüller“, bei letzterem konnte man durchaus sagen: nomen est omen. Die beiden hatten eine Palette Dosenbier dabei und schon in Stendal hatte ich Bedenken, ob die denn bis Köln reichen würde. Und so genoss ich eine etwas surrealistische Rückfahrt: Während meine beiden Tischnachbarn sich über die Börsenkurse, ihre Autos und ihre neue Holzheizung unterhielten, sowie darüber, mit welchem kanadischen Beil man nun das Holz am fachmännischsten spalten kann, kam von nebenan immer das Zischen eines geöffneten Dosenbiers und die Erzählungen von Brüller, der mit plärrend-krächzender Stimme verkündete, dass er jetzt ne Rote Hand rauchen gehe, während Flachzange von seiner Schwester, „der Votze“, erzählte: „Steller vor, mir drehn se den Strom ab, weil meine Schwester nich zahlt unnu willse unsern Oppa anpumpen und ein Auto kaufen…“ – zisch. Das ganze Abteil stank wie eine Kneipe, mein Rotarierkrawattentragender Nachbar zuckte bei jeder unschmeichelhaften Erwähnung des weiblichen Geschlechtsteils schmerzhaft zusammen. Ich durfte in Hannover aussteigen, im Gang kam mir Brüller entgegen, hatte wahrscheinlich auf der Toilette ne rote Hand geraucht. Flachzange lag auf dem Tisch und schnarchte derweil.
Das Kahnbein heißt übrigens Kahnbein, weil es kahnförmig gestaltet ist (hab ich erst in Meyers Lexikon gefunden). Hat also mit Olli nichts zu tun. Sollte Enke lieber von einer "Skaphoidfraktur" sprechen? Dabei bricht man sich allerdings eventuell die Zunge (Lingualfraktur)?
Von drei Sachen mag ich ja im Moment nichts mehr hören: Der Vorwahl in USA, Romy Schneiders 92. Geburtstag und dem RAF-Film von Eichinger. Deshalb goutiere ich auch diese Meldung:
Unmittelbar vor dem Kinostart des RAF-Films "Der Baader Meinhof Komplex" haben Unbekannte einen Anschlag auf die Hamburger Villa von Ex-Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust verübt. Rote und blaue Farbbeutel wurden gegen dessen Haus geschmissen. Auch einige Scheiben der Villa wurden mit Marmeladengläsern beworfen.
Bitte? Marmeladengläser?? Heißt das, dass der militante Widerstand gewaltfreier wird? Von Aust sagt man ja, dass er sich nur für drei Dinge interessiert, die alle mit „F“ anfangen: Fernsehen, Frauen und Pferde. Da hätte man ihm doch die Glotze einschmeißen können oder ein paar Hornspäne abfackeln, das stinkt so fies.
Btw: Erdbeer oder Aprikose?
Alle Welt macht sich Sorgen um den steigenden Ölpreis. Mich regt der steigende Mettbrötchenpreis auf. Schlachter Hanke in der Calenbergerstraße erhöhte letzte Woche von 1 Euro auf 1,10 Euro, das ist eine Steigerung von 10 Prozent. Und heute morgen der Schock: Bei Wurstbasar in der Markthalle liegt das Mettbrötchen mit Zwiebeln jetzt bei 1,30 Euro statt vorher 1,25. Oder hat das auch irgendetwas mit dem Ölpreis zu tun?
Ausgerechnet diese "fiese Möpp" aus Bergisch-Gladbach, Heidi Klum, die mir ungefähr so sympathisch ist wie Idi Amin, kommt jeden Donnerstag in unser Wohnzimmer. Und ich kann nicht immer weggucken. Ich muss mich aufregen: wie sie Mädchen runtermacht, denen sie gerade noch vorgegaukelt hat, sie wäre ihre beste Freundin; wie sie ihr Verhalten mit der Bemerkung rechtfertigt, so sei halt das Business - und wie sie die Mädchen durch ihr Checkergehabe dazu bringt, die erlittenen Schikanen für wichtige Lektionen auf ihrem Karriereweg zu halten. Wie kann man nur so herzlos sein?
Ich muss dann irgendwann weggehen, meine Frau guckt weiter. Wahrscheinlich, weil dort Frauen stellvertretend für alle ihre Niedertracht ausleben: nicht nur Heidi Klum, auch die Kandidatinnen, die - wenn sie nicht gerade shooten oder schlafen - lästern, lästern, lästern. Heute zum vorerst letzten Mal. Was passiert dann eigentlich bei uns Donnerstags?
Letztens ist es mir wieder auf einer Veranstaltung passiert, ein junger Mann begrüßt mich freudig mit Namen. Das war eigentlich nett, nur hatte ich keine Ahnung wer der Knabe war. Das wiederum war peinlich, denn ich fürchtete, ich müsste seinen Namen wissen, womöglich hatten wir schon einmal gemeinsam Karaoke gesungen.
Ich bin übrigens keineswegs eine Diva (auch wenn meine Frau anderes behauptet), die alle übersieht. Das ist es nicht. Wenn Eins A ein Schiff wäre, sässe ich im Maschinenraum und nur alle paar Tage mal auf dem Sonnendeck.
Ich fürchte ich höre nicht richtig zu, wenn Menschen sich die Hände geben und vorstellen. Das ist eine schlechte Angewohnheit und es hilft auch nicht, wenn mir immer mehr Leute erzählen, dass es ihnen ähnlich geht.
Ein Trainer empfahl mir mal, den Namen zu wiederholen: „Gestatten, Willi Wichtig“. „Tag Herr Wichtig“.
Finde ich doof, klingt wie eine dieser unsäglichen Vorstellungsrunden: „Ich bin die Frauke, und ich habe drei Kinder“.
Aber was kann man dann tun?
Nach ganz knapp drei Jahren war es so weit: Der Akku meines iPod-mini war hin. Nun gibt es ja jede Menge Horrorstories über den iPod-Akku, ich füge hiermit noch eine dazu.
Zwar bieten einige Frickelbuden den Akkutausch für einen akzeptablen Preis, aber ich war ja der Meinung, dass ich das selber könnte. Nach der Recherche in einigen Foren bestellte ich mir ein Akku-Austausch-Kit inklusive Akku für knappe 30 Euro. Superschnäppchen.
Es ist nur gut, dass niemand ein Video gedreht hat, als ich vor dem Laptop saß, die Demo-DVD betrachtete und mit filigranen Werkzeugen und einem Fön (sic) den Akku tauschte. Beim iPod ist einiges mit Heißkleber verklebt, deshalb der Fön.
Tatsächlich gelang es mir auch den Akku zu tauschen, der iPod lief wieder, nur die Hold-Taste funktionierte nicht mehr, ich kam praktisch nicht mehr an die Funktionen heran.
Nun schickte ich das Gerät doch an eine Frickelbude und bekam die Diagnose:“Beim Selbsteinbau des Akkus haben Sie einen Haarriss auf der Hauptplatine verursacht. Kosten für den Austausch der Hauptplatine: 135 Euro.“
Da ich meinen Mini zu einem Spiegel-Abo dazu bekommen hatte, kam das dann nicht mehr in Frage. Man bot mir für einen fairen Preis im Tausch einen iPod Nano der zweiten Generation (das Scheckkarten-Gerät) an, was ich dann auch annahm.
Nie wieder werde ich mich selber am Akkutausch versuchen.
Zwei Meldungen machen mich heute im Zusammenklang stutzig:
Der Hamburger Bauunternehmer Arne Weber will die Fläche von Helgoland verdoppeln und Deutschlands einzige Hochseeinsel in ein Urlaubsparadies verwandeln. Weber stellte seine Pläne letzte Woche Unternehmern aus der Region vor: Eine ein Kilometer lange und 17 Meter tiefe Spundwand aus Stahl soll zwischen der Hauptinsel und der vor 300 Jahren „abgebrochenen“ Badedüne getrieben und mit Sand aufgeschüttet werden. Sand sei ja genug da.
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Und dann dies: Der spektakuläre Kreideabbruch auf der Insel Rügen ist größer als ursprünglich angenommen. An der größten Abbruchstelle stürzten am Mittwoch rund 20.000 Kubikmeter des berühmten Kreidefelsens in die Tiefe. An zwei weiteren Stellen seien Abbrüche von bis zu 2.000 Kubikmetern zu verzeichnen".
Helgoländer, ihr alten Gauner, ihr werdet doch nicht … Ich denke Sand ist genug da?
Diese Meldung gefiel mir heute: Steven Levy ist ein Veteran des Technik-Journalismus: Der 57-Jährige hat 1984 eines der ersten Bücher über Hacker veröffentlicht, hat für alle großen US-Magazine vom "New Yorker" bis "Wired" geschrieben. Heute testet er beim Nachrichtenmagazin "Newsweek" Technik-Spielzeug. Sein Testgerät von Apples MacBook Air – das beinahe dünnste Notebook der Welt hat er mit dem Papiermüll weggeworfen. "Wie peinlich für mich", schreibt Levy in seinem Blog: "Es war einfach weg." Seine Theorie zum Verschwinden führt Levy breit in der aktuellen "Newsweek"-Ausgabe aus: Am Sonntag lag das Notebook noch auf dem Wohnzimmertisch, am Mittwoch suchte Levy es dort, fand aber nur das Ladegerät. "Am Sonntag sammeln sich auf dem Tisch, wo das Air lag, alte Magazine und Zeitungen an." Levys Frau nervt das Durcheinander. "Manchmal nimmt sie den ganzen Stapel und wirft ihn in den Altpapier-Container", klagt Levy.
Das könnte mir auch passieren. Ich verfluche die Miniaturisierung schon seit langem. „Gadget“ nennt man ja auf neudeutsch diese ganzen kleinen Gerätchen. Gadget steht für „Spielerei, Kinkerlitzchen oder Apparätchen“.
Handy, iPod, USB- Stick, Macbook Air – Das sind die Winzlinge. Ich bin schon Technikfreak, aber die winzigen Geräte erschweren einem das Leben. Bei den kleinen Handys tippe ich mit meinen Wurstfingern gleich drei Tasten, an und versucht mal so ein kleines Mistding zwischen Ohr und Schulter zu klemmen! An meine USB-Sticks mache ich immer lange bunte Schlüsselbänder (Lanyards) dran und den iPod Nano kaufe ich mir nicht, weil ich ihn wahrscheinlich beim nächsten Fahrradsturz durchbrechen würde oder er über kurz oder lang in einer Hemdbrusttasche bleiben und so in der Waschmaschine landen würde.
Der Kosovo (oder heißt es „das Kossovo“?) ist seit dem Wochenende unabhängig. Wen das interessiert? Weiß ich auch nicht. Nicht mal die Serben haben sich so richtig darüber geärgert. Ist wohl ungefähr so als wenn Bayern ginge. Jetzt ist aber die echte News raus: Serbien bekommt dafür Liechtenstein, weil das in Zentraleuropa sowieso keiner mehr mag! In Belgrad hat man gestern bis spät in die Nacht gefeiert.
Dieses Tool hilft:
Auf der taz.de gibt es jetzt das intime Tagebuch der Carla Sarkozy, u.a. berichtet sie über Eric Clapton, dem sie versprach, dass er auf ihrer nächsten CD mitspielen dürfe und der ihr mittlerweile 17 Kompositionen zukommen ließ, darunter den potentiellen Welthit „Tears in Palace“
http://www.taz.de/1/wahrheit/artikel/1/schatten-der-liebe/?src=MT&cHash=7195b76bdc
Ich konnte es ja nicht lassen. Ich musste mir Carla Brunis Songs auf i-Tunes anhören. Es war der Soundtrack unzähliger Haselnuss-Latte-macchiatos: "Jaime les notes au goût de miel, dans le prénom de Raphaël." – Irgendwas mit Raffael, der mir wie Honig auf der Zunge zerläuft.
Raphael?
Frau Bruni singt nicht, sie haucht lasziv herum und flüstert beschwörend Männernamen. Ich komme nicht umhin mir Carla und Sarko beim Sex vorzustellen. Dabei hilft mir das Plattencover, das Carla im Nachthemd mit Gitarre im Arm zeigt. Na ja. Jedenfalls wird im Kopfkino Raphael schnell zum Nicolas. Aber: Das ist nicht schön: Man bedenke nur das ganze Make-up für 34.000 Euro auf den Bettlaken!
Der französische Präsident wurde am letzten Montag 53. An seinem Festtage musste er sich über eine Anzeige der irischen Fluggesellschaft Ryanair ärgern. Die hatten ein Foto von ihm und seiner Freundin Carla Bruni genommen und Carla den Text in den Mund gelegt:“Mit Ryanair kann meine ganze Familie zur Hochzeit kommen.“ Jetzt will Sarko klagen, auf 500.001 Euro!!!
Sarkos Glamourfreundin Carla Bruni (39), hat sich für das spanische Männermagazin "DT" ausgezogen. Sie liegt auf schwarzen Lederkissen, trägt schwarze Overknees, an der linken Hand blitzt ein Diamantenring – nicht das Doppelherz, dass Sarko ihr schenkte (Erinnert uns das nicht an eine bayrische Landrätin?).
Der Präses gibt also weiter den ersten Lover der Nation statt den ersten Mann im Staate. Die Franzosen sind nicht amüsiert: Nur noch 49 Prozent vertrauen dem Politiker und seiner Politik, 63 Prozent missbilligen die öffentliche Zurschaustellung seines Privatlebens.
Das Foto gibt es u.a. hier: http://www.20minutos.es/noticia/336838/0/bruni/desnuda/carla/
Mehr Sarko:
http://nordlichtblog.blogs.com/hirnstromblog/2008/01/unser-tglich-sa.html
http://nordlichtblog.blogs.com/hirnstromblog/2007/08/von-speckrllche.html
Sarko, die Witzfigur, die die Franzosen zum Präsidenten gemacht haben, hat im Wahlkampf 35.000 Euro für Makeup ausgegeben (!). So etwas ähnliches wie der französische Rechnungshof will nur ein Drittel dieser Kosten anerkennen. Sarko bleibt also auf den anderen zwei Dritteln sitzen. Ich denke mal er hat wieder einen reichen Schnöselamigo, der ihm das zusteckt. Und in Zukunft kann er ja öfter in Carlas Tiegelchen greifen
Durch die Klimaerwärmung wird es von Jahr zu Jahr weniger wahrscheinlich, dass es in Lagen unter 400 Metern an einem der Weihnachtsfeiertage schneit», sagte der Deutschen Wetterdienst (DWD).
Eine Prognose für dieses Jahr ist DWD-Sprecher Gerhard Lux zufolge aber frühestens zehn Tage vor dem Fest möglich. In den vergangenen hundert Jahren sei ein linearer Trend zu erkennen: In diesem Zeitraum wurde es in Deutschland ein knappes Grad wärmer. «Genauso wie die Winter milder werden, nimmt die Zahl der Winter mit Schnee langsam ab und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass am 24. Dezember Schnee fällt oder liegt.»
Eine Schneewahrscheinlichkeit lässt sich Lux zufolge nicht für ganz Deutschland berechnen, dafür sei Schnee zu stark abhängig von der Höhenlage. Wahrscheinlichkeitsangaben für einzelne Orte seien allerdings möglich. «In Frankfurt zum Beispiel lag die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten im Schnitt der letzten 50 Jahre bei rund 20 Prozent. In den nächsten 50 Jahren liegt sie eher bei zehn Prozent.»
Tagelang lief ich an kryptischen Anzeigen vorbei: „Sie werden uns lieben. Sie werden uns hassen.“ Saturn wollte damit auf eine neue Werbestrategie hinweisen, denn angeblich habe sich der Zeitgeist geändert und die „Geiz ist geil“ Zeit sei vorbei.
Und was kommt dabei raus: „Wir leiben Technik. Wir hassen teuer!“
Gähn
Und das schlimmste: Die tolle Domina in ihrem hautengen Dress (s.o.) wurde durch einen Blondchen- Schaufensterpuppen-Cyborg ersetzt.
Was haben sich Scholz and Friends denn dabei gedacht
CDs sind unkaputtbar. Aus Polycarbonat. Archäologen werden dereinst, wenn sie einen prähistorichen Computer dabeihaben, unsere Urlaubsbilder anschauen können, Hiphop hören, Moorhühner schießen oder Lara Crofts Titten bewundern können.
So dachten wir bisher. Ist aber nicht. Biologen haben einen Pilz der Gattung Geotrichum entdeckt, der CDs zersetzt wie Salzhering alte Zeitungen. Eine Art Kompostierung des gesammelten Wissens der Menschheit. Ich erwäge jetzt mit einer Handvoll dieser Pilze Jagd auf lustige Musikanten zu machen. Oder sie in der Stadtbahn auf Hiphophörende Nerv-Kids zu streuen.
Nach dem Erfolg der „Nein zum Messer“-Kampagne im Kampf gegen die Waffe Messer, legt die Türkei jetzt nach: „Wir verteilen an Leute, die ihre Löffel abgeben, Stifte und Bücher...“ meint Yussuf bin Jüürüz von der Löffel-Bekämpfungskommission., „...wir wollen, dass der Gebrauch von Löffeln als Waffen aufhört.“
In der vergangenen Woche hätten bereits 12 Leute ihre Löffel abgegeben.
Das Sommerloch ist für TUItimes Express-Redakteure schon eine harte Zeit. Der TUItimes Express ist ein Newsletter, der per Mail verschickt wird. Und deshalb wird das Sommerloch auch mit jedem versandten Express noch härter. Weil dann nämlich der PC gar nicht mehr aufhört zu bimmeln und meldet, wer alles „abwesend“ oder „out of office“ oder „nicht im Büro“ ist und wann er denn gedenkt, wieder da zu sein. Dann wird dem Redaktör ganz klar, dass er eigentlich am falschen Ort ist, etwa so wie das Legomännchen, das im holländischen Zandvoort an den Strand gespült wurde und jetzt in einer Strandbar als Blickfang dient. Zurück zu den Abwesenheitsmitteilungen: Gut 900 Stück bekommen wir davon nach jeder Versendung und es wäre schon eine Erleichterung, wenn diese Meldungen etwas spannender wären. Wie wär’s denn zum Beispiel mit „Liege vom 1. bis 28. August am Strand von Capri und warte sehnlichst darauf, ihre Mail nach meiner Rückkehr schnellstens beantworten zu können!“ Oder: „Wandere vom 10. bis 17. August im Tal der Ahnungslosen, bin mir aber sicher, dass meine Vertretung Frau Fußlahm Ihre Anfrage auch nicht bearbeiten wird“.
Oder mal eine Abwesenheitsmeldung auf Finnisch oder Kisuaheli?!
Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht aus der großen weiten Welt der Volksmusik für 70+: Zunächst die schlechte Nachricht: Irgendein Schwachkopf hat aus dem Leben Heinos ein Musical gemacht, das demnächst aufgeführt wird. Die gute: Zunächst wird das Musical nur in den ostdeutschen Ländern aufgeführt.
Wenn nicht, dann hilft diese Website: http://www.youknut.com/
Allen anderen dient diese Seite:
Von Ralph Geisenhanslüke
Selten ist der moderne Mensch dem anderen so nah wie im Kino. Selten wünscht er sich so intensiv, er wäre dem anderen nie begegnet. Während der Film alle technischen Möglichkeiten aufbietet, eine farbigere Welt zu zeigen, soll die graue Realität draußen bleiben. Tut sie aber nicht. Die Realität sitzt eine Reihe weiter. Dort wird geredet, gelacht, geküsst. Dort knistert die Chipstüte. Während der eine in die Leinwand kriechen möchte, greift der andere ungerührt ins Popcorn. Im Kino wird der Nachbar zum Störfall. Eine Aufstellung der üblichen Verdächtigen:
DER PLATZKARTENSPIESSER: Hat eigentlich alles richtig gemacht. Schon um 18 Uhr die Karte für die 20-Uhr-Vorstellung gekauft, natürlich an einem Kinotag in einem Multiplex. Das ist billiger. Dabei an der Kasse gefragt, wie lang der Werbeblock ist. Nach Beratung mit der freundlichen Servicekraft die wirklich schönsten Plätze ausgesucht. Stolz wie ein Frühbucher, der schon zwei Monate vor Abflug weiß, dass er 40 Minuten nach dem Start eine vegetarische Mahlzeit bekommen wird. Alles geregelt. Dann noch einkaufen oder essen gegangen. Nun betritt er exakt zu Beginn des Hauptfilms, vielleicht mit Einkaufstüten, weil die Zeit nicht reichte, die Sachen zum Wagen zu bringen, in den Saal und trifft in Reihe 10, auf Platz 26, auf seinen natürlichen Feind: den Platzkarten-Anarchisten.
Der Platzkarten-Anarchist hat sich den Sessel schon warm gesessen und betrachtet ihn spätestens ab Erscheinen des Produktionsfirmenlogos als seinen angestammten Erlebnisraum. Der Platzkartenspießer nähert sich mit gesenkter Stimme. (»Entschuldigen Sie…«). Der Anarchist reagiert zunächst einsilbig, verweist auf andere freie Plätze und macht keine Anstalten, sich zu erheben. Während die ersten Szenen des Films zu sehen sind, entwickelt sich ein erst geflüsterter, dann lauterer (»Oh, Mann, was soll das denn jetzt…?«) Disput, in den bald auch Unbeteiligte eingreifen und nach dessen Ende etwa 100 Zuschauer in den Genuss kommen, gebeugte Gestalten unter gebrummten Verwünschungen durch das Bild laufen zu sehen. Will der Platzkarten-Anarchist daraufhin selbst seinen vorgesehenen Platz in Anspruch nehmen, entsteht eine so genannte Multiplex-Polonaise.
DER MITTE-SITZER: Der halbe Saal ist leer, aber in der Mitte hocken alle aufeinander, das Bild erinnert an ein Diagramm aus einer Statistikvorlesung. Nicht nur in der Politik wollen alle in die Mitte. Auch im Kino hält sich, trotz tennisplatzgroßer Leinwand und Dolby 12.1, der Glaube, die wahre Bestimmung eines Cineasten sei es, dass er seine Mitte finde, um von Bild und Ton stärkstmöglich überwältigt zu werden. Die vorderen Reihen gehören den Kurzsichtigen, die selbst im Dunkeln zu eitel für eine Brille sind, die hinteren Paaren in der Anbahnungsphase. Mitte-Sitzer in Personalunion mit den berüchtigten Schuhausziehern überschreiten schnell den schmalen Grat der allgemeinen Duldung.
DER SITZRIESE: Positioniert sich grundsätzlich genau vor dem Mitte-Sitzer und hält sich bei 2,02 Meter Körpergröße kerzengerade. Trägt zusätzlich hoch gegelte Frisuren oder Kopfbedeckungen, die ihn als Mitglied einer Jugendbewegung ausweisen. Meist gutmütig. Nimmt auf Bitte seiner Mitmenschen eine halb liegende, für ihn anatomisch ungünstige Haltung ein und leidet still. Kann dauerhaft nur in steilen Ranglagen überleben. In Off-Kinos wird der Sitzriese zum Vorbeuger. Dann spürt der Vordermann seinen Atem im Nacken, weiß aber: Das ist immer noch besser, als den Sitzriesen vor sich zu haben.
DER GOURMAND:Alfred Hitchcock sagte: »Für mich ist Kino nicht ein Stück Leben, sondern ein Stück Kuchen.« Nichts tun Menschen im Kino so gern wie essen, offenbar eine Instinkthandlung: Der Kavalier alter Schule spendiert Süßigkeiten, weil er glaubt, Frauen möchten in der Dunkelheit versorgt werden. Der gemeine Vielfraß mit seinem Zweilitereimer Cola fürchtet vielleicht, draußen bräche der Krieg aus.
Akustisch und olfaktorisch ist der Gourmand leicht zu orten. Gegen Ende der Vorstellung sieht sein Platz aus wie der Tiergarten nach der Love Parade. Aber nicht nur deshalb sind seine Gewohnheiten mittlerweile so gut erforscht, dass die Filmförderungsanstalt genau sagen kann, welche Filme den Appetit besonders anregen (Tabellenführer im Jahr 2001: Harry Potter).
Der Gourmand hält das Kino am Leben. So sehr ist die Kalkulation der Kinobetreiber während des Multiplex-Booms der Neunziger in Schieflage geraten. Die Hälfte des Netto-Eintrittspreises geht an den Verleiher, die andere Hälfte für Werbung, Miete, Heizung und Personal drauf. Daher gilt die aus den USA stammende Faustregel nun auch bei uns: Der Gewinn am Ende des Jahres entspricht in etwa dem Gewinn aus dem Popcorn-Geschäft.
Popcorn ist synonym für Fast-Food-Kino. Goldbraun angeleuchtet, liegt es in der Vitrine. Der Geruch zieht durchs Foyer. Beim Verzehr mit offenem Mund produziert das Fett-Stärke-Luft-Gemisch überraschende Surround-Effekte, die leise Dialogstellen überlagern. Wenn dann, wie kürzlich in Berlin geschehen, der Film (Herr der Ringe) auch noch unterbrochen wird, weil der Betreiber noch etwas Eis losschlagen möchte, kann es passieren, dass die Verkäufer nur knapp dem Volkszorn entgehen.
Natürlich sind Gourmands immer die anderen. Dabei lassen nachweislich nur ein Viertel der Kinobesucher den Fressstand links liegen. Bislang jedenfalls. Infolge drastisch gestiegener Genussmittelpreise macht sich neuerdings im Kino eine Picknickmentalität breit. Oft hört man das Zischen von mitgebrachten Getränkedosen oder das Ploppen von Weinkorken. Wenn der Gourmand zum Selbstversorger wird, werden die Kinobetreiber wohl neu kalkulieren müssen.
DER SITZFLÜCHTER: Obwohl es Gerüchte gibt, wonach manche Vorführer 25 statt 24 Bilder pro Sekunde zeigen, um schneller fertig zu werden – die Zeit kann sehr lang werden. Manche Unterart des Gourmands fühlt sich da permanent von Auszehrung bedroht.
Auch Menschen mit schwacher Blase verfallen schon eine halbe Stunde nach Beginn in Duldungsstarre. Die Bilder rauschen an ihnen vorbei. Sie warten eine möglichst spannungsarme Stelle ab, um Erleichterung zu suchen. Der erste Sitzflüchter löst häufig eine kleine Migrationswelle aus, der sich auch engagierte Raucher anschließen. Erfahrene Sitzflüchter platzieren sich gleich am Rand, unerfahrene kehren häufig mit einem zweiten Bier zum Platz zurück. Sie sind für den Rest der Vorstellung Sklaven ihres Stoffwechsels. Das oft verfemte Klingeln von Mobiltelefonen und die darauf folgende Reaktionskette – Rausrennen (»Ja, bin im Kino«), Türöffnen, starker Lichteinfall – ist aufgrund der massiven Bausubstanz moderner Zelluloidcenter (schwaches Mobilfunksignal, Lichtschleusen) nur noch selten zu beobachten.
DER WEINER: Kaum ein Zitat wurde von Filmkritikern so zuschanden geritten wie Kafkas »Im Kino gewesen. Geweint.« Nach landläufiger Meinung und einem weiteren geflügelten Wort des Filmtheoretikers Siegfried Kracauer sind es »die kleinen Ladenmädchen«, die da die Schleusen ihrer vermeintlich kleinen Seelen öffnen. Stimmt nicht. Nach aktuellen Umfragen sind fast die Hälfte der Zuschauer bekennende Flenner – ein Drittel davon Männer. Manche besuchen sogar vorsätzlich so genannte Taschentuchfilme.
Im Sturm und Drang hielt man Weinen für einen Ausweis besseren Menschentums. Heute gilt es als Reinigungsritual der Seele. Kommt der Weiner also ins Kino, um ein psychohygienisches Grundbedürfnis zu stillen? Kulturpessimisten sagen: Wir füllen im Kino unsere innere Leere mit fremden Geschichten, weil das eigene Leben so wenig Anlass zu Gefühlsausbrüchen bietet. Normalerweise ringen die Weinenden bis zum Letzten, ehe sie genussvoll kapitulieren. Bei Klassikern wie Der englische Patient oder Schlaflos in Seattle ist aber häufig schon verhaltenes Schnäuzen zu hören, ehe in der Schlüsselszene die Geigen einsetzen. Im Dunkeln sieht’s ja keiner.
DER ABLACHER: Etwa zweimal pro Jahr gehen Deutsche, statistisch gesehen, ins Kino (Amerikaner fünfmal, Isländer, an Dunkelheit gewöhnt, achtmal). Wenn sie sich also auf den Weg machen, dann wollen sie für ihr Geld auch Stimmung satt. Für den preisbewussten Ablacher beginnt darum der Spaß schon mit dem Werbeblock. Den Übergang zum Hauptfilm, wie beispielsweise dem neuen James Bond, empfindet er nicht nur wegen der gleichmäßigen Dichte des product placement als fließend. Ablacher bilden meist Gruppen. Er ist ein dankbarer Abnehmer für Trailer, die in zwei Minuten alle Brüller einer demnächst anlaufenden Komödie verbraten. Aufgrund seiner hohen Appetenz lacht er aber auch bei Landschaftsaufnahmen, Sexszenen oder Massakern. So läuft er nie Gefahr, einen Witz zu verpassen.
DIE KNUTSCHER: Für 36 Prozent der Frauen hierzulande gehört Händchenhalten im Kino dazu. Das hat Men’s Health herausgefunden. 14 Prozent, so das Fachorgan weiter, haben auch nichts dagegen, im Kino »zur Sache zu kommen«. Was damit gemeint ist, verschweigen die Autoren. Ältere Herren in Trenchcoats galten lange als besonders handgreifliche Zuschauer. Mit Einführung der Videothek aber kamen die so genannten Bahnhofskinos aus der Mode. Auch die so genannte Lover’s Lane gehört der Vergangenheit an: die letzte Reihe, in der sich alle Paare einfanden, die sich nur im Dunkeln trauten oder nicht wussten, wohin sonst. Heimatlose Liebende verdienen den Schutz der Gemeinschaft – sind aber heute im Kino kaum noch anzutreffen. Nur die Inhaber von Autokinos berichten, dass in lauen Sommernächten manche Wagen zu wippen beginnen wie in einer Siebziger-Jahre-Teeny-Komödie. Aber in Autokinos laufen meist auch Filme, die man ohnehin schon gesehen hat.
DER KOMMENTATOR: Ein Selbstdarsteller. Hält es nicht aus, tatenlos dazusitzen, während vorn der Bär tobt. Warum sollen nur die Lichtgestalten zeigen, was sie können? Er ist auch ein starker Typ. Und er will entdeckt werden. Die Klasse der Kommentatoren hat einen besonderen Artenreichtum hervorgebracht: Größte Verbreitung findet in unseren Gefilden der Nacherzähler. Er begreift Dinge nur, wenn er sie mit eigenen Worten wiedergeben kann. (»Höhö – bumm! Voll explodiert, der Kampfstern!«)
DER KENNER:Der Kenner sitzt in der synchronisierten Fassung und unterzieht diese einer kritischen Bewertung. Er kennt auch alle vorangegangenen Episoden von Star Wars auswendig oder verweist darauf, dass Ricks Krawatte in Casablanca beim Betreten des Basars anders geknotet ist als vorher. Sein naher Verwandter ist der Verrater. Er hat den Film schon fünfmal gesehen und lässt sein Umfeld uneigennützig an diesem Wissen teilhaben. Schlüsselsatz: »Oh, oh, gleich kommt das Monster!«
DER UM-RUHE-BITTER: Traditioneller Widersacher aller, die während der Vorstellung reden. Bohrt zunächst seinen Blick ins Dunkel, um Verbündete zu suchen, steigert sich über Räuspern und Hüsteln zur direkten Ansprache. Seine gezischelte Aufforderung, das Gespräch doch bitte draußen fortzusetzen, mündet bisweilen in heftige Wortwechsel. Bis jemand »Ruhe auf den billigen Plätzen!« fordert. Aber es gibt längst keine billigen Plätze mehr.
DER ABSPANNER: Will einen Film vom ersten Bild bis zum Abspann genießen wie einen großen Roman. Reagiert allergisch, wenn seine Reihe sich schon leert, während er noch ergriffen den Namen des Post-Production-Supervisors liest. Er ist selten aggressiv und äußert seinen Unmut meist durch Seufzen. Er bildet eine aussterbende Art, weil das ständige Streifen von Winterjacken an Hinterkopf und Nase und das Rempeln an den Knien ihn in seinem Revier bedroht.
DER NACHHER-DRÜBER-REDER: Ein verkappter Rezensent. Bewohnt normalerweise Godard-Reihen oder Fassbinder-Retros und muss seine Vorbehalte gegen »das Hollywood-Kino« laut äußern – für den Fall, dass ein Kommilitone ihn in einem entsprechenden Film sehen sollte. Während seine Begleiter noch Restfeuchte aus den Augenwinkeln wischen oder wenigstens so lange innehalten, bis die Netzhaut nicht mehr flimmert, holt er bereits Luft zum Hinterfragen. Der Nachher-drüber-Reder eröffnet das Gespräch meist mit einem harmlosen: »Gehen wir noch irgendwo was trinken?«, schießt dann aber sofort nach: »Und? Wie fandste’s?« Den Versuch einer Antwort übergeht er. Schon vor Erreichen der Tür trägt er eine umfassende Kritik vor (»irgendwie wie der Letzte von den Coen-Brüdern, aber anders«) und legt Regie- und Drehbuchschwächen bloß (»Bei Tarantino hätt’s das nicht gegeben!«). Sein hehres Ziel ist die Demaskierung der manipulativen Kulturindustrie. Er ist daher meist nicht nur Film-, sondern auch Verschwörungstheoretiker und lässt erst ab, wenn er alles bis zur letzten Szene entzaubert hat. Wer sich etwas aus einem Film bewahren möchte, meidet die Nähe des Nachher-drüber- Reders oder behandelt ihn nach der Kaurismäki-Methode: lange ansehen und schweigen.
(taz) Findet die deutsche Raucherecke schon bald Aufnahme in den erlauchten Kreis der weltweit wichtigsten Kulturstätten? Der Welterbeausschuss der Unesco entscheidet morgen über einen entsprechenden Antrag der in London ansässigen World-Smoker-Association (WSA). "Der Bestand der einzigartigen deutschen Rauchpausenorte ist durch die sich anbahnenden Nichtraucherschutzmaßnahmen der Bundesregierung akut gefährdet", sagte gestern ein WSA-Sprecher in Berlin. Deutsche Raucherecken stellten mit "ihren pittoresken Standorten, ihrer unverwechselbaren Möblierung und dem zugrunde liegenden sozialen Gedanken einen Höhepunkt in der europäischen Rauchkultur dar." Durch ihre Ernennung zum Weltkulturerbe hoffe man wenigstens einige dieser "Monumente geselligen Tabakkonsums" über die generelle Raucherächtung hinaus der Nachwelt zu erhalten.
(wth) Legende war zum Beispiel die Raucherecke in meiner alten Schule, dem NIG (siehe Bad Harzburger Geschichten im Hirnstromblog): ein zahnbelagfarben gefliester Windfang eines Nebeneinganges, dessen Tür zum Gebäude zugemauert wurde. Neben diversen Putzmittelkanistern, Besen, Feudeln und einer Bohnermaschine fand sich kein Stuhl (man sollte stehen). Die bis auf ein Oberlicht fensterlose Kammer wurde denkmalwürdig durch den zentral aufgestellten einbeinigen Stehtisch mit resopaler Rundplatte, darauf, mittig positioniert, ein gläserner Ascher mit Werbeaufdruck "Jägermeister". Klar, dass der Ascher stets randvoll gefüllt war. Nach einem halben Jahr durfte man sich nicht mehr an die Wand der Kammer lehnen, weil sich eine zähe, eiterfarbene klebrige Nikotinpaste darüber legte.
Nicht minder schützenswert der Raucherbereich in der ehemaligen Firma von Bettina und Frau Schröder-S. Ein ehemals freundliches, helles Indoor-Ensemble am äußersten Nordende des Gebäudes, das ebenfalls durch die klassische Möblierung mit den hier sogar tischdeckchenunterlegten Aschern bestach. Gleich einem harmonischen architektonischen Akkord waren hier drei der für Raucherecken so signifikanten Einbeiner im Raum gruppiert. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, dann gab es etwa vier wacklige Stühle, ansonsten dienten drei Fensterbänke als Sitzgelegenheiten. Ein Rauchpausenambiente, wie man es so stimmig demnächst vielleicht nur noch selten in Deutschland vorfindet. Was allerdings ein Jammer wäre.
Die klassische Raucherecke im Outdoor-Bereich gab es in unserem Schullandheim in Eldagsen/Deister. Sie kam ohne den symbolhaften Stehtisch aus: Dort stand ein besonders schönes Exemplar von überdachtem Holzpavillon mit traditioneller Ausstattung: brandgefleckte Holzbänke, grauer Tonnenascher, Spucknapf.
Vor kurzem lernte ich zwecks Backofenabholung die idyllische Garageneinfahrt zur Saturn-Warenannahme in Hannover-Mitte kennen. Hier war zwar das Rauchen bereits per Schild von der Geschäftsführung verboten. Was aber einen wahren Raucher nicht schrecken kann. Unbedingt zu empfehlen, da man von den dort rauchenden Mitarbeitern erbauliche Interna und sachdienliche Schnäppchenhinweise bekommt.
Zuguterletzt ein sehr moderner Rauchort, ein wahres Design- Kleinod, das ich bei der EnBW in Karlsruhe kennenlernte. Als Nichtraucher muss man schon genau hinschauen, eine plastiküberdachte transportable Minitankstelle, wo die Raucher unter einer Art Käseglocke hocken und von einem beständigen Summen gefoltert werden. Eine Raucherecke, wie sie rauchereckiger gar nicht sein kann, weil sie völlig ohne Ecken auskommt.
Es waren die Jahre meiner Gymnasialjugend, die wilden Frühsiebziger. Damals war alles aus Cord: Hemden, Hosen, Jacken, Anzüge, Autositze, ich fürchte sie haben sogar Kreißsäle damals in braunem Cord ausgeschlagen. Lehrer, die etwas auf sich hielten, die trugen Stirnhöhlenentzündungsgelbe Cordanzüge mit braunen Lederellenbogenschützern. Man sprach übrigens damals nicht von Cord, sondern von „Manschester“ (habe nie herausgefunden warum). Anfang der Achtziger war plötzlich Schluß, es wurde ein Cordtabu ausgesprochen, alles aus Cord kam in die Altkleidersammlung. Wer danach noch eine Vorliebe für Cord hatte, der war Fashionschrulle und mußte mit dem Spott angetrunkener Freunde rechnen (Ausnahme: er war Linguistikdozent an der hannoverschen Uni). Wer partout nicht auf Cordhosen verzichten wollte, der mußte die Objekte seiner Begierde in dunklen Seitenstraßen bei Zeitschleifenherrenausstattern erwerben, die nach Pitralon riechen und ihr dünnes, schulterlanges Seitenkopfhaar quer über die Glatze legen und mit Butterschmalz fixieren.
Vor etwa zwei Jahren ging es dann langsam los. Erst selten, dann immer regelmäßiger, wie zur langsamen Immunisierung, tauchten bei H&M und anderen Mainstreameinkleidern Cordprodukte auf. In kleinen Auflagen mal ein Rucksack, mal ein Hemd. Dann kam Jörg Pilawa, die Lätta unter den Moderatoren, mit Cordanzug und aus der Hose hängendem Weißhemd. Und neulich sah ich es auf dem Bahnhof: eine blonde Hippieschöne mit knielangem, diarrhöebraunem Cordmantel mit Fellkragen. Wow! Tja, und auf dem letzten FAZ-Seminar stand ich am Urinal plötzlich zwischen zwei Cordanzügen...
Ich werde also keinen Cordanzug erwerben, ich beschränke mich auf zwei Hosen, eine in obengenanntem Gelb, die andere in einem undefinierbaren Rotbraun. Mehr werde ich dem Fashiondruck nicht nachgeben. Aber ich überlege, ob ich mich in dunklen Seitenstraßen schon vorsorglich mal nach einem armeedeckenartigen Tweedanzug umschaue?!?
Im aktuellen Stern zeigt Manfred Krug endlich Reue: "Ich entschuldige mich aus tiefstem Herzen bei allen Mitmenschen, die eine von mir empfohlene Aktie gekauft haben und enttäuscht worden sind." Seine eigenen Telekom-Aktien besitze er immer noch. "Ich betrachte es als eine Art Selbstbestrafung." - Toll finden das auch Krugs ehemalige "Werbepartner" von der Telekom, die auf taz-Anfrage erklärten: "Ach Gottchen, wenn er sonst nichts zu tun hat!", was er offenbar tatsächlich nicht hat. Derzeit verbringt Krug laut eigener Aussage seine Zeit vornehmlich mit "lecker essen, ohne Wecker schlafen, Freunde treffen, Damen treffen, rumschlaubergern". Wann kommt eigentlich eine Entschuldigung für "Liebling Kreuzberg" und verschiedene zersungene "Tatort"-Folgen?
Was lange währt wird endlich gut. Barbie und Ken heiraten. Auf der Spielwarenmesse in Nürnberg wird nämlich zum ersten Mal auch ein Hochzeitskleid für die Barbiepuppe vorgestellt. Und auch beim guten alten Bobbycar gibt es technische Neuerungen. Ab Herbst gibt es das Bobbycar mit Navigationssystem. Serienmässig!
Jetzt reicht's! Das Boot ist voll! Ich meine, früher oder später stößt doch jede Gesellschaft an die Grenzen ihrer Toleranz! So war auch bei mir irgendwann war der Punkt erreicht, an dem ich durchgreifen musste. Mit harter Hand und hartem Herzen, obwohl ich normalerweise keiner Fliege was zuleide tun kann. Ursache war ein verschimmeltes Stück Brot, das in der Brotdose vergessen wurde und Massen von Fruchtfliegen anzog. Seitdem haben wir die Biester am Hals.
Dabei hatte alles so harmlos angefangen mit einer dieser spektakulären BBC-Dokumentationen, in denen brisante Spekulationen darüber angestellt werden, wie wohl Fauna und Flora unseres Planeten in schätzungsweise 6.000.000 Jahren beschaffen sein könnten, "wenn wir mal nicht mehr sind".
In der Werbepause spazierte ich rüber in die Küche, da stand ein halb gegessener Jogurt von Lucie, Zitronengeschmack.. Die Flüssigkeit war dunkler und der Gestank intensiver als sonst. Dicke Blasen wanderten zäh nach oben, wo ich bei näherer Untersuchung die Leichen von zwölf Mücken entdeckte. Mausetot und glücklich trieben sie an der Oberfläche, während der Rest des Geschwaders zitternd über dem Becher stand. Zwei davon - wahrscheinlich Späherinnen - landeten auf meinem Handrücken. Rote Augen. Gelbbraune Färbung. Kurze Fühler. Gedrungene Gestalt.
Als ich mich unvorsichtigerweise zum Altglas bückte, steckte plötzlich mein ganzer Kopf in einer dichten Wolke aus Fruchtfliegen bzw. Essigfliegen bzw. Taufliegen, dem Schrecken aller Hausfrauen - und Traum aller Genforscher, weil kaum ein Lebewesen schneller mutiert als die den "Tau" (drosos) "liebenden" (philos) drosophilidae. Ein paar atmete ich ein und bekam das große Würgen. Und die Wut.
Ich musste also handeln. Aber womit? Chemie? Hygiene? Nein, ich kann einer Fliege einfach nichts zuleide tun. Aber heute abend kaufe ich ein paar Fleisch fressende Pflanzen. Die Auftragskiller stelle ich in die Küche, gefährlich glitzernd und geduldig lauern sie auf ihre hektischen Opfer - und warten, notfalls auch sechs Millionen Jahre.
Die Massai im südkenianischen Dorf Esiteti am Fuße des Kilimandscharo machen nicht den Eindruck, als ob sie ihre Koffer schon gepackt hätten, ebenso wenig die Emmendinger im tiefen Baden-Württemberg oder die Rethwischer im tiefen Schleswig-Holstein. Dabei gehören sie wohl bald einer Minderheit an. Denn nach jüngsten UN-Zahlen zeichnet sich erstmals in der Geschichte ab, dass weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land leben
Letzten Mittwoch im Englischunterricht lasen wir gerade einen Text darüber, dass die Briten eine Identity Card einführen wollen. Dazu muß man wissen, dass es in England seit 1952 keine Ausweispflicht gibt, wie wir sie kennen.
Ich drohte gerade einzunicken ( to dose) als Amanda mit einem ihrer Aufwecker kam: „Das schlimmste als ich nach Deutschland kam war, dass man von mir verlangte, immer einen Ausweis bei mir zu tragen, das schränkt meine Freiheit (freedom) unerträglich ein.
Amanda war ziemlich entsetzt, dass wir das ganz normal finden und auch nichts dagegen haben, dass es eine Meldepflicht gibt. „Wir wollen halt wissen, wo sich unsere australischen Gastarbeiter gerade befinden“, bemerkte die Ärztin süffisant. Amanda ließ sich nicht beirren und erzählte weiter von George Orwell und dem deutschen Überwachungsstaat. Mein Einwand, dass man sich in Down Under doch letztlich auch mit der Drivers Licence identifizieren müsse, konterte sie mit dem Hinweis, dass es ja freiwillig (voluntarily) sei, einen Führerschein zu machen.
Wer also Freedom will muß aufs Auto verzichten?
Die Hälfte der Briten findet die Identity Card übrigens nicht schlimm, allein der Preis von 150 Pfund empört die Inselbewohner arg, daran wird die Sache wahrscheinlich scheitern.
Ebenfalls gescheitert sind Amandas Versuche, sich mit einem australischen Restaurant selbstständig zu machen. Sie hat jetzt ihre ganzen Ersparnisse in die CD-Veröffentlichung der Rockband ihres Bruders gesteckt.
Die Verbraucherminister der Länder raten: Pro Tag sollten Kinder, die 15 kg wiegen, jeweils nur vier Zimtsterne, einen Lebkuchen à 30 g, eine Portion Milchreis à 200 g mit Zucker und Zimt oder nur zwei Müsliriegel essen. Erwachsene können die Vorgaben hochrechnen, erklärt das Bundesinstitut für Risikoberwertung. Zimtsterne können gefährlich werden. Diese Warnung sprachen jetzt die Verbraucherminister der Bundesländer in einer gemeinsamen Erklärung aus. Der Grund ist Cumarin, ein Stoff, der Kekse lecker riechen lässt, empfindliche Menschen jedoch krank macht. Denn er schädigt die Leber. Im schlimmsten Fall tritt Gelbsucht auf.
Cumarin ist ein natürlicher Zimt-Bestandteil. Für Gebäck gilt europaweit ein Grenzwert von zwei Milligramm pro Kilogramm. Die Fabrikanten halten ihn jedoch häufig nicht ein. Kontrolleure aus Nordrhein-Westfalen wiesen zu Beginn des Jahres bis zu 40-mal mehr Cumarin nach als zugelassen.
Ich habe das jedenfalls mal für mich hochgerechnet: Da ich traditionell 88 Kilo wiege kann ich bedenkenlos täglich 23,5 Zimtsterne., 5,8 Lebkuchenherzen und gut ein Kilo Milchreis mit Zucker und Zimt zu mir nehmen…
Oh du schöhöhöne Weiheiheinachtszeit !!!
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